RemoteEye: Wie HARDI den globalen Service durch digitale Innovation neu definiert

In der Landmaschinenbranche können Ausfallzeiten schwerwiegende betriebliche und finanzielle Folgen haben. Vor diesem Hintergrund hat HARDI RemoteEye implementiert – eine digitale Remote-Service-Lösung, die technischen Support in Echtzeit ohne physische Anreise ermöglicht. Ursprünglich während der COVID-19-Pandemie eingeführt, um Sicherheit und Kontinuität zu gewährleisten, hat sich RemoteEye inzwischen zu einem strategischen Instrument entwickelt, das HARDIs Bestreben nach operativer Exzellenz durch Digitalisierung unterstützt.

Von einer temporären Lösung zu einem strategischen Erfolgsfaktor

Was als Pilotprojekt begann, zeigte schnell seinen langfristigen Mehrwert. HARDI erkannte, dass traditionelle, reaktive Servicemodelle häufig zu verlängerten Ausfallzeiten, hohen Reisekosten und unvorhersehbaren Wartungsausgaben führten – insbesondere während der Hauptsaison im Pflanzenschutz.

RemoteEye wurde daher implementiert, um eine schnellere Problemlösung zu ermöglichen, indem Techniker direkt per Live-Video-Support mit HARDI-Spezialisten verbunden werden. Nach der internen Einführung im Jahr 2024 wurde die Lösung 2025 kommerziell eingeführt und wird heute in mehreren wichtigen Märkten eingesetzt, darunter Australien, die Ukraine, Deutschland, Polen, Spanien, die Niederlande und China.

Entwickelt für den realen Feldeinsatz

RemoteEye unterscheidet sich vom herkömmlichen Remote-Support, da der Fokus auf dem Geschehen im Feld und nicht auf Bildschirmen liegt. Durch Live-Videoübertragung über Smart Glasses oder mobile Geräte können HARDI-Experten genau das sehen, was der Techniker an der Maschine sieht. Dies reduziert Missverständnisse und beschleunigt die Fehlerbehebung.

Augmented-Reality-Tools ermöglichen es den Experten, Techniker visuell zu unterstützen, indem sie direkt im Live-Bild Markierungen oder Zeichnungen einfügen. Gleichzeitig erlaubt die freihändige Bedienung ein effizientes Arbeiten bei komplexen Reparaturen. Eine integrierte KI-gestützte Übersetzung unterstützt die Kommunikation in 44 Sprachen und macht die Lösung wirklich global einsetzbar. Alle Sitzungen sind durch verschlüsselte Kommunikation, geschützte Datenspeicherung und robuste Cybersicherheitsmaßnahmen abgesichert.

Messbare operative und ökologische Wirkung

Die Einführung von RemoteEye hat klare und greifbare Ergebnisse geliefert. Herausforderungen, die zuvor eine physische Anwesenheit erforderten, können nun häufig innerhalb kurzer Zeit per Remote-Support gelöst werden.

Praxisbeispiele aus mehreren internationalen Standorten zeigen erhebliche Kosteneinsparungen pro Einsatz und gleichzeitig eine deutliche Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Als Beispiel unterstützte unser technisches Serviceteam Kunden in Israel, Serbien und Südafrika innerhalb von nur 1,5 Stunden. Ohne RemoteEye würden die CO₂-Emissionen durch die Reisen etwa 0,7 Tonnen CO2* nach Israel, etwa 0,4 Tonnen CO2* nach Serbien und etwa 2,3 Tonnen CO2* nach Südafrika betragen. Durch den vollständigen Verzicht auf diese Reisen konnten allein in diesem Szenario insgesamt 3,4 Tonnen CO2* eingespart werden. Das Potenzial zur Gesamtreduzierung von CO₂-Emissionen wird noch bedeutender, wenn weitere Serviceeinsätze ohne Reise berücksichtigt werden.

(* Berechnungen basierend auf der Methodik der Universität Aarhus, Dänemark)

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Wissensaustausch und kontinuierliche Verbesserung

RemoteEye unterstützt zudem die Zusammenarbeit und das Lernen innerhalb der gesamten Organisation. Aufgezeichnete Sitzungen können für Schulungen, Qualitätssicherung und Garantiedokumentation genutzt werden. In einem Beispiel aus Polen half die Lösung dabei, ein mögliches Softwareproblem im Klappvorgang einer gezogenen NAVIGATOR-Feldspritze zu identifizieren. Der Fall wurde dokumentiert und mit den Qualitäts- und F&E-Teams von HARDI geteilt, wodurch wiederholte Serviceeinsätze vermieden und eine schnellere Korrekturmaßnahme ermöglicht wurden.

RemoteEye entwickelt sich kontinuierlich weiter als Teil von HARDIs vernetztem Service-Ökosystem. Geplante Weiterentwicklungen umfassen den Einsatz von Wärmebildkameras für erweiterte Diagnosen, eine verstärkte Nutzung künstlicher Intelligenz zur Unterstützung bei Fehleridentifikation und Dokumentation sowie eine engere Integration mit zukünftigen digitalen Systemen wie Asset-Management- und Field-Service-Modulen. Durch diese Fortschritte wird RemoteEye voraussichtlich eine zunehmend wichtige Rolle dabei spielen, wie HARDI weltweit einen effizienten, nachhaltigen und kundenorientierten Service bereitstellt.

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